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3D Badkino

 

3D Badkino

Mal ehrlich: So ein Bäderbauer muss nicht nur tolle Bäder bauen können, sondern vor allem auch eine 1a-Vertrauensarbeit bei seinen Kunden leisten. Denn wer ist sonst schon im normalen Leben bereit, nennenswerte fünfstellige Summen für etwas zu investieren, das er noch nicht gesehen hat? Die neue 3D-Technik, die momentan die Kinokassen füllt und auch schon in erste Privathaushalte einzog, erleichtert jetzt Badplanung und Verkauf. Denn diese brandaktuelle Dimension der Präsentation mit dem 3D-Badkino ermöglicht es Interessenten, auch individuelle Leistungen wie ihr neues Bad, vor Auftragserteilung mit allen Details lebensgroß und in Farbe live zu erleben.

Es ist ein schöner Tag. Die strahlende Sonne fällt durchs Fenster auf die neue, freistehende Badewanne, die barrierefreie Dusche aus hochwertigen Materialien und die passenden Designer-Waschbecken. Lichtreflexe lassen die ausgefallenen Armaturen und Accessoires blitzen und blinken. Einrichtungsgegenständen spiegeln sich in den edlen Fliesen. Wand- und Bodenbeläge präsentieren sich in bestem Licht: Entzückt bestaunt Sabine K.* ihr neues Bad. Um einen Augenblick später – als sie sich gerade vom eleganten Badmöbel weg und der räumlichen abgetrennten WC/Bidet-Einheit zuwendet – spontan einen Schritt zurück zu weichen. Grund ist eine riesige Palme, die in den Raum hinein ragt. Und der die gutsituierte Endfünfzigerin unwillkürlich ausweichen wollte. Allerdings grundlos. Denn weder an der Grünpflanze noch an anderen Gegenständen in ihrem Traumbad kann sie sich stoßen. Warum? Ganz einfach: Auch wenn sie noch so real erscheinen, sie existieren nicht. Das ganze Bad existiert nicht. Es ist weder gebaut noch beauftragt. Noch nicht.

Sabines Ehemann, Peter K.*, ist mindestens ebenso begeistert. Allerdings nicht nur vom neuen Bad, sondern auch von der Technik, die ihnen dieses realistische Erlebnis ermöglicht. Denn mit den gar nicht mal so lange zurückliegenden, eher zaghaften Versuchen, mittels rot-grüner Brille 3D-Effekte zu schaffen, hat diese virtuelle Badbegehung in etwa so viel gemeinsam wie aktuelle Handys mit den C-Netz-Dinosauriern der frühen 80er Jahre.

Die neuartige 3D-Technologie funktioniert folgendermaßen: Der Prozessor auf der Graphikkarte ist speziell zum Erzeugen und Anzeigen von zwei Bildern zuständig. Eins für das linke und eins für das rechte Auge. Diese werden dann um „Augenbreite“ versetzt, vom Beamer an die Leinwand projiziert. Außerdem steuert der Rechner über den Controller via Infrarot-Sender die 3D-Brillen. Diese so genannten Active-Shutter-Brillen lassen abwechselnd die Bilder für das rechte oder für das linke Auge durch. Eine hohe Frequenz sorgt dafür, dass für jedes Auge die übliche Wiederholrate von modernen Fernsehern und somit auch eine ausgezeichnete Qualität erreicht wird. Da jedes Auge ein unterschiedliches Bild empfängt, nimmt das Gehirn das Gesamtbild dreidimensional wahr.

Und schon kann Endkunden ein 3D-Erlebnis geboten werden, das ansonsten nur in modernen Kinos möglich ist und vor gar nicht langer Zeit – sofern technisch überhaupt machbar – fast unbezahlbar war.

Eine fünfstellige Summe in ihr neues, hochwertiges Bad vom Fachmann zu investieren und das in aller Regel, ohne vorher genau gesehen zu haben, was sie dafür bekommen. Kein Mensch käme z.B. auf die Idee, ein Auto in diesen Preisregionen zu kaufen, ohne es vorher ausgiebig zu besichtigen und zur Probe zu fahren. Eine nicht unerhebliche Hemmschwelle zum Kaufabschluss und eine sehr hohe Vertrauensarbeit, die der Bäderbauer – oft mit sehr viel Aufwand – bislang leisten muss.

Mit dem neuen 3D-Badkino hingegen erlebt der Interessent das geplante Bad lebensgroß und in Farbe. Alle Details werden hier sichtbar. Und das schon in der Planungsphase. Auch für Menschen ohne technische Ausbildung oder weniger ausgeprägtem räumlichem Vorstellungsvermögen, lassen sich so Entscheidungen schneller und sicherer treffen. Schon heute sieht der Kunde sein Bad von morgen live und zum „anfassen“. Seine Bad-Träume werden schon im Voraus wahr und sichtbar. Was ihm die Kaufentscheidung und dem Fachmann den Abschluss deutlich erleichtert. Wie auch im Falle von Sabine und Peter K.

Eine ganz neue Form der Präsentation: Der virtuelle Rundgang durchs neue Bad sorgt für Erstaunen und Begeisterung.

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